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Ich bin das Licht der Welt
Diesen Satz sagte Jesus Christus vor seinen Jüngern und den Pharisäern. Ein wichtiger Satz,
da dieser auch eine Aussage zur Schöpfung ist. Und es gibt weitere Bibelverse,
welche mit dieser Aussage Jesu in Verbindung zu bringen sind.

Johannes 8,12: Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 12,46: Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.


Der Schöpfungsbericht vermittelt zunächst den Eindruck, Gott hätte das Licht zweimal
erschaffen. Zuerst in Genesis 1,3-5.

Genesis 1,3-5: Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.


und dann in Genesis 1,14-19.

Genesis 1,14-19: Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen; sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es. Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne. Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten, über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag.


Was hat das zu bedeuten? Hat Gott das Licht zweimal erschaffen - einmal das Licht selbst und einmal (die) Lichter? Bei beiden spricht Gott auch von der Trennung zwischen Licht und Finsternis, die schon (zeitlich) vor dem Licht war. Offensichtlich handelt es sich bei
Genesis 1,14-19 um die Schöpfung der Sonne(n), da Gott im zweiten Teil davon spricht, genau diese Lichter zur Bestimmung der Festtage, Monate und Jahre zu benutzen.

Was aber ist mit der Erschaffung des Lichts selbst aus Genesis 1,3-5? Hier führt Gott eine Handlung durch, die einzigartig ist.
Der genaue Wortlaut ist, "Es werde Licht." An keiner anderen Stelle der Bibel spricht Gott jemals wieder solch einen Satz. An allen anderen Schöpfungstagen erschafft Gott alles ohne vorher die Worte "Es werde..." zu verwenden.
Auch spricht Gott davon, dass das Licht gut war. Die Schöpfung genau dieses Lichtes ist der einzige Akt am Tag 1 der Schöpfung.

Am vierten Tag hingegen spricht er von der Schöpfung von Lichtern am Himmelsgewölbe. Dabei handelt es sich um die Schaffung der Sonne und des Mondes. Denn Gott spricht von Lichtern zur Unterscheidung von Tag und Nacht.

In Johannes 8,12 und Johannes 12,46 haben wir über Jesu Aussage gelesen, er sei das Licht in der Welt. Offenbar muss hier der erste Tag der Schöpfung mit Jesus Christus in Zusammenhang gebracht werden, da Jesus selbst bezeugt, er sei das Licht, das in die Welt gekommen ist.
Das wird ganz besonders deutlich in Johannes 8,12: "...Ich bin das Licht der Welt...".

Was hat das nun zu bedeuten? Wir müssen davon ausgehen, dass der erste Tag in der Schöpfung nichts anderes ist als die Schöpfung selbst oder wenn wir es wörtlich aus Genesis 1,3 nehmen, die Werdung von Jesus Christus, seine Zeugung (Schöpfung mit dem Wort, nicht mit den Händen) durch Gott, was der Johannesprolog verdeutlicht: Jesus Christus ist das Mensch
gewordene Wort Gottes.

Kolosser 1,15-20: Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand. Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang. Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.
Hebräer 1,2: in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat;
Petrus1 1,20: Er war schon vor der Erschaffung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen.
Offenbarung 3,14: An den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: So spricht Er, der "Amen" heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:


Jesus ist der Erstgeborene der Schöpfung, welche Gott in Jesus erschuf, eben durch das Wort (Jesus). Alle Schöpfung ist IN Jesus - Himmel und Erde sind nicht Teil der Schöpfung; sie wurden vor dem ersten Schöpfungstag erschaffen, nicht mit dem Wort, denn Himmel und
Erde werden vergehen, aber Gottes Worte nicht.
Wir erinnern uns: Das Licht wurde am ersten (Schöpfungs-)Tag erschaffen.

Also hat Gott Jesus Christus an die Spitze der Schöpfung gesetzt und durch ihn alles andere erschaffen. Das ist der Beweis, dass Jesus Christus erst seit und mit der Schöpfung lebt und nicht schon lange zuvor, wie es oft gerne in Kirchen gepredigt wird, denn Jesus ist der Anfang und das Ende; Gott aber ist ohne Anfang und ohne Ende.

Die Frage ist nur: Ist das jetzt wichtig. Was hat das zu bedeuten wenn Jesus Christus erst seit dem ersten Tag der Schöpfung existiert. Es sagt einiges aus. Vor allem: Der in der Bibel nicht existente dreieinige gott kann so (Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott-Heiliger Geist) nicht stimmen. Oft wird Jesus Christus als Mensch gewordener Gott bezeichnet. Doch nicht Gott, der Gott und Vater von Jesus Christus, kam im Fleisch, sondern Jesus, der monogene Sohn Gottes.
Johannes 20,17: Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Johannes1 4,1-3: Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgezogen.Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott.Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, dass er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt.


Die Menschwerdung Gottes ergibt auch keinen Sinn mit Philipper 2,6:

Philiper 2,6: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,


Hier wird verdeutlicht: Jesus Christus war WIE Gott (also nicht Gott selbst), hielt aber nicht daran fest.
Jesus Christus war kein Gott, ihm wurde durch Gott nur Allmacht verliehen. Hier muss man unterscheiden zwischen allmächtig sein und Allmacht besitzen.
Ich bin noch lange kein Gott, wenn mir Gott die Macht gibt, Menschen zu heilen und Berge zu versetzen. Schliesslich muss diese Macht einen Ursprung haben. Der Ursprung aber von allem ist Gott.

Daher ist es korrekt zu sagen (erstes Gebot), Jesus Christus ist der Gott der Menschen, weil er über den Menschen als Erstgeborener steht, dennoch ist Jesus Christus nicht (der Schöpfer-)Gott.
Matthäus 22,36-39: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Der Herr ist Jesus Christus, der Gott eines jeden Menschen, der Gott glaubt und ihn somit seinen Vater nennt. Jesus ist nicht der Gott der Ungläubigen, der Gottlosen, sondern nur der Gott jener Menschen, die den Heiligen Geist empfangen haben. Gott, der Vater und Gott von Jesus Christus, der Schöpfergott (ohne Anfang und ohne Ende), ist der Gott aller Menschen, auch der Gott der Gottlosen.

Das Evangelium ist das Evangelium von Jesus Christus, dem monogenen Sohn Gottes, und nicht das Evangelium vom dreieinigen gott.
Galater 1,7-9: Doch es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen.Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht.

Weiterführende Schriften:
Die Antichristen
Die satanische Lüge vom dreieinigen gott
Jesus Christus über Sich
Gott über Sich